Über Elmo

Elmo im Alltag

Es geht nichts über einen guten Büroschlaf

Für mich das Wichtigste überhaupt: wie man mit dem Hund im Alltag klar kommt – und der Hund mit dem Alltag des Menschen. Mein Mann und ich arbeiten beide Vollzeit und Elmo kommt, seit er 9 Wochen alt ist, fast immer mit mir ins Büro. Dort hat er ohne Probleme gelernt, sich ruhig zu verhalten und keine Aufmerksamkeit zu fordern. Mir ist wichtig, dass man nicht groß merkt, dass ein Hund in der Firma ist und vor allem, dass sich keiner der Kollegen belästigt fühlt. Elmo ist im Büro wie ausgeschaltet und schläft meist total entspannt. Den Kollegen gegenüber ist er sehr freundlich, er hat seine Fans, über deren Besuch er sich richtig freut, muss aber nicht jeden, der in unser Büro kommt begrüßen und er lernt auch schnell, wer an ihm kein großes Interesse hat. Ist wenig los, gibt’s mit den Kollegen aber auch mal ein kurzes Apportierspiel auf dem Flur.

Vor und nach der Arbeit gibt’s natürlich jeweils Spaziergänge, mal länger, mal kürzer, mal mit mehr oder mal mit weniger geistiger Auslastung oder Training.

Daheim fetzt er auch mal mit einem Spielzeug durch den Garten und ist immer für Schabernack gut, aber die meiste Zeit ist er einfach nur dabei und verhält sich ruhig. Er bellt auch allgemein sehr wenig, schlägt nur kurz an, wenn es an der Tür klingelt oder höchstens im Garten, wenn ein Hund am Zaun entlang geht.

Er kann problemlos überall alleine bleiben, ob daheim, im Büro, im Auto oder im Hotelzimmer. Man kann ihn überall mitnehmen, wo Hunde erlaubt sind – sei’s Restaurant oder Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln, auch mit großen Menschenansammlungen und der Großstadtkulisse hat er keinen Stress.

Elmo und Menschen

Menschen sind seine große Leidenschaft. Er hat zwar gelernt, dass er nicht zu jedem hingehen darf, aber hin und wieder überkommt es ihn und er MUSS einfach zu fremden Leuten hinlaufen und diese freundlich begrüßen. Gott sei Dank gibt es wirklich nur sehr selten Ärger, da er einfach mit jeder Pore diese Freundlichkeit ausstrahlt.
Mit Leuten, die ihm entsprechendes Feedback geben, kann er richtig hochdrehen. Dann sind diese Menschen immer viel interessanter als das eigene Frauchen oder Herrchen.

Elmo und andere Hunde

In Münchens Parks und Hundewiesen aufgewachsen, ist Elmo ein gut sozialisierter Hund. Mittlerweile spielt er allerdings nicht mehr sehr viel mit anderen Hunden (ausgenommen sind andere Toller). Fremden, unkastrierten Rüden gegenüber ist er eher vorsichtig und geht direkten Begegnungen öfter mal aus dem Weg. Nur selten gibt es mal etwas Gegrummel.
Wenn Elmo nicht mit mir ins Büro kann, weil ich z.B. auf Dienstreise bin,  ist er in einer „Hundetagesstätte“, wo er in einem großen Rudel gut klar kommt.

Elmo und die Arbeit

Elmo wird neben seinen täglichen Spaziergängen mit Dummyarbeit und mit Agility beschäftigt. Daneben gibt’s gelegentlich ein paar Tricks und ein bisschen Frisbeespielen.

Bei der Dummyarbeit ist sein Beutetrieb und sein Arbeitswillen sehr ausgeprägt. Er hat einen großen Bewegungsdrang und es gibt nur eine Gangart: Vollgas! Von daher sind unsere Probleme mit Steadiness und Ruhe nicht ganz überraschend – besonders am Wasser. Beute würde er tendenziell dann eigentlich auch immer am liebsten selbst behalten.
Er hat keine Probleme mit größeren Distanzen, Geländeübergängen oder schwierigen Suchen, er hat große Ausdauer und kann sehr selbstständig arbeiten.
Grundsätzlich hat er bei der Dummyarbeit manchmal aber einfach seinen eigenen Kopf und dann lässt der Gehorsam sehr zu wünschen übrig. Aber wir arbeiten daran…

DSC_0829Beim Agility ist er mit Freude dabei, aber er ist überhaupt nicht überdreht – er ist im und neben dem Parcours vollkommen still. Er schaut sehr genau auf mich, was für mich manchmal eine große Herausforderung ist. Ich muss meine Körpersprache sehr gut unter Kontrolle haben, sonst geht er schon mal am Hindernis vorbei, wenn meine Füße in die falsche Richtung zeigen – gar nicht so leicht für einen Agility-Anfänger, wie mich.