Es passierte ausgerechnet genau an Elmos 7. Geburtstag letzten Sonntag. Er rannte ins Wasser um einen Ball zu apportieren und kam auf 3 Beinen wieder raus. Das linke Hinterbein belastete er dann erst mal nicht mehr.


Ein Termin beim Tierarzt am nächsten Tag brachte die Gewissheit, er hatte sich das vordere Kreuzband im linken Knie gerissen.

Kreuzbandrisse beim Hund haben einen ganz anderen Hintergrund als man es vielleicht beim Menschen kennt. Beim Menschen reißt das Kreuzband ja in der Regel bei einem richtigen Trauma. Beim Hund ist ein Kreuzbandriss praktisch immer ein schleichender Prozess. Das Kreuzband franst quasi langsam aus, das Kniegelenk ist meistens schon eine Weile nicht ganz stabil, bis es irgendwann bei einer Bagatelle-Bewegung, meist beim Rennen oder Spielen, dann ganz reißt. Bei ca. 70 % der Hunde mit Kreuzbandriss reißt später das vordere Kreuzband auf der andere Seite auch noch. Die Ursache, warum bei manchen Hunden diese Neigung besteht, ist nicht geklärt. Möglicherweise ist der Winkel vom Schienbeinplateau zum Oberschenkelknochen bei betroffenen Hunden sehr steil.

Auch bei Elmo kann man im Röntgenbild ganz leichte Arthroseanzeichen finden, die darauf hindeuten, dass da schon länger was los war, auch wenn wir keine Lahmheit feststellen konnten.

4 Tage später, am 19.10.2017 wurde Elmo in der Tierklinik Haar nach der TPLO-Methode operiert. Bei dieser Methode wird die Biomechanik des Kniegelenks so geändert, dass das Kniegelenk auch ohne Kreuzband stabil bleibt.

Am Nachmittag durfte ich ihn schon wieder abholen, die OP hat er soweit gut überstanden.


Jetzt kommt erst mal eine lange Heilungsphase, in der strenge Ruhighaltung mit strengem Leinenzwang für 6 Wochen und danach langsam zunehmender Belastung gefragt sind.