Von uns gibt’s mal wieder einen Urlaubsbericht:

Wir sind gerade aus unserem Urlaub in Kroatien zurückgekehrt – wir waren 11 Tage in Istrien. Ganz ungewöhnlich haben wir uns für eine Unterkunft im Landesinneren von Istrien entschieden, wie soll ich sagen, es war nicht ganz der Ar*** der Welt, aber man konnte ihn von dort schon fast sehen!

Es gibt mitten in Istrien den kleinen Ort Kotli am Flüsschen Mirna – eigentlich eher eine Touristenattraktion als ein Dorf. Es gibt dort einen Wasserfall und eine alte stillgelegte Mühle, eine Taverne, ein Wohnhaus, in dem die Verwalterin der Ferienwohnungen wohnt und 8 Ferienwohnungen, die quasi Reihenhäuschen aus dem 19. Jahrhundert sind und relativ frisch renoviert wurden mit Grillplatz und einem kleinen (ungeheizten) Pool. Ja und sonst gibt’s da einfach nur Natur.
Wir hatten einen Großteil der Zeit fast das ganze Dorf für uns, nur an den Wochenenden waren die Häuschen fast alle belegt. Morgens wurden wir von einem Vogelkonzert geweckt, das seines Gleichen suchte, den ganzen Tag über riefen ringsum die Kuckucke, abends begleitete einen das ein oder andere Käuzchen und selbst nachts hörte man noch Vogelgezwitscher (das war dann wohl eine Nachtigall?) Da Kotli im Mirna-TAL liegt, ist alles was drum herum ist eigentlich immer höher – sprich egal welchen Weg man geht – es geht erst mal immer bergauf. Aber gerade deswegen gibt es dort viele schöne Wanderwege drumherum und verwunschene Pfade, die es zu entdecken galt.

Die Mirna sollte Elmos Badewanne für diesen Urlaub sein, und schöner hätte man es einfach kaum haben können. Unter der Woche war hier auch recht wenig los, nur vereinzelt kamen mal Leute vorbei, aber am Wochenende wurde es immer voll auf dem Parkplatz und in der kleinen Taverne (wovon wir allerdings meist nicht viel mitbekamen).

Übrigens liegt Kotli in Mitten von Istriens berühmter Trüffel-Region. Nur 15 km waren es bis Buzet, „City of Truffels“. Hat mich ein wenig gewurmt, dass ich für den Trüffelsuchkurs zu geizig war, als der Anfang des Jahres in der Nähe von München angeboten wurde… vielleicht nächstes mal!
Für alle, denen die Mirna auf den Bildern gefällt: Im Sommer führt sie übrigens meistens kein Wasser mehr, man muss am besten im Frühjahr hinfahren.

Wir haben unsere Zeit mit kleineren und größeren Wanderungen, viel Ausspannen und Lesen, aber auch einigen Ausflügen verbracht – insgesamt eine erholsame Mischung. Eine Wanderung von Kotli nach Hum (der kleinsten Stadt der Welt laut Guiness Buch der Rekorde), war etwas abenteuerlich, wir mussten mehrfach die Mirna durchqueren, die Vegetation war hoch, die Pfade oft kaum sichtbar, oder sie standen total unter Wasser.

Rund um „unser“ Dorf gab es nicht viel hündische Zivilisation. Mir fiel erst nach ein paar Tagen auf, dass Elmo eigentlich auf unseren Spaziergängen kaum markierte. War wohl einfach nix zum drüberpieseln da. Dafür gab’s jede Menge spannende Wildspuren in dem weichen Boden. Aber nur einmal stöberte Elmo neben dem Weg ein Reh auf, ließ sich aber abrufen. Die Wildschweine, deren Klauenabdrücke mir beeindruckend groß vorkamen, blieben uns Gott sei Dank verborgen.

Was außerdem wieder mal typisch „Tollerwelt“ war: wir haben uns mit Elmos Halbbruder Beppo (Lurins Morning Sun v.d. Reestmeander, ein Thorin-Sohn) getroffen! Einen Tag vor unserer Abreise meldete sich Angelika bei mir. Kurzer Hand haben wir uns verabredet und waren mit den Jungs zusammen an einem wilden Strand am Meer in der Nähe von Poreč und später noch bei Angelika und Christijan zu Hause. Wir und die Jungs haben uns so gut verstanden, dass wir uns dann noch ein zweites mal verabredet haben wo wir ganz in istrischer Gastfreundlichkeit zum Grillen eingeladen wurden – auch an dieser Stelle noch mal Danke, Angelika! Die beiden Jungs haben sehr, sehr viel gemeinsam – vor allem ihre Menschenbezogenheit und -freundlichkeit. Aber auch ein paar Unterschiede sind uns aufgefallen – Elmo hat einfach schon verdammt viel Temperament abbekommen

Außer in Hum und in Poreč waren wir noch in verschiedenen anderen Städten, z.B. in Buzet (wo wir auch immer zum Einkaufen hinfuhren) mit seiner malerischen Altstadt oben auf dem Hügel. Wir waren an der Ostküste Istriens in Opatjia, dem alten K&K-Kurort der Habsburger, mit seinen Jugendstilbauten so ganz anders als der Rest von Istrien (zumindest, den wir gesehen haben). Elmo war außer in Buzet überall mit dabei und durfte die Stadtbesichtungen im schon fast obligatorischen Sightseeing-Outfit (Geschirr und Flexileine) mitmachen. Er ist wirklich ein geduldiger Sightseeing-Hund. In Pula waren wir auf den Spuren der Römer unterwegs. Hier steht das 6.größte Amphitheater der Welt, das auch immer noch für Konzerte genutzt wird. Überraschenderweise durften wir Elmo mit reinnehmen, nur in die Ausstellung in den Katakomben durfte er nicht.

Insgesamt ein wunderschöner Urlaub. Die Temperaturen waren bis auf die letzten 2 Tage noch gut erträglich für Elmo gewesen und wo auch immer wir hinkamen wurden wir auch mit Hund freundlich empfangen.

Und auf dem Heimweg machten wir bei 32 °C am Milstätter See in Kärnten Halt und fanden nach etwas umherirren sogar eine Stelle, an der Elmo ENDLICH mal wieder baden konnte…