So, dann berichte ich hier mal von letzten Sonntag, da war ich beim Dummy-Seminar der BZG Voralpenland mit Feddy Ringwald.
Das Seminar war am Samstag für Fortgeschrittene und am Sonntag eben für Anfänger. Elmo war der einzige Toller unter 7 Hunden.

Es begann mit einer knappen Vorstellung, bei der nach dem Alter der Hunde gefragt wurde und ich dazu als einzige, ob der Hund ruhig ist… Ok, Hurra, ein Vorurteil, aber bei uns ja leider zurecht.

Ich hatte etwas befürchtet, dass ‚Anfänger‘ ja ein weiter Begriff ist und dass unser Leistungsstand nicht gut genug wäre, aber das war überhaupt nicht der Fall, da waren noch mal gaaaanz andere Nummern dabei. (Ich sag nur „VORAN!-SUCH!-APPORT!“) Dementsprechend war mein erstes Learning: Mein Hund hat gar nicht den schlechtesten Grundgehorsam der Welt und ich bin auch nicht der schlechteste Dog Handler und überhaupt tat’s irgendwie auch mal gut zu sehen, welche Probleme man NICHT hat.

Die Inhalte waren sehr basic, was für mich aber echt ok war, denn für mich war der Hauptgrund teilzunehmen eh gewesen mal in einer fremden Gruppe zu trainieren, zu sehen wie Elmo sich über so einen Seminartag verhält usw.

Leider waren doch auch ein paar Dinge dabei, die mir gar nicht gefallen haben. So mussten wir gleich als allererstes mal etwas Fußarbeit zeigen, was natürlich bei einem Haufen junger Hunde, die gerade frisch aus dem Auto ausgeladen wurden, nicht ganz einfach war. Freddy demonstrierte dann die Fußarbeit mit den ersten 2 Kandidaten, indem er immer schön dauerhaft an der Leine ruckte (er wies allerdings darauf hin, dass man die Hunde nur ärgern solle und nicht grob sein sollte). Ich war als 3. dran und hatte schon überlegt ob ich mich weigern soll, ihm meinen Hund zu geben, wenn er’s mit Elmo auch noch demonstrieren wollte, aber Elmo zeigte ein wunderbares Fuß mit anhimmeln, was er noch nie gemacht hat, wenn Dummies auch nur in der Nähe sind (und das ganz ohne Leinenruck, sowas!) – im übrigen hat er das auch den restlichen Tag nicht mehr so gezeigt…
Aber so kamen wir um die Korrektur-Demo drumrum.
Als Freddy gefragt wurde wie man einem Hund beibringt in die Hand zu apportieren, demonstrierte er am „VORAN!-SUCH!-APPORT!-Flat einen kleinen Zwangsapport (also halt Dummy ins Maul drücken und notfalls zuhalten) worauf der Flat irgendwann komplett ausstieg und sich nur noch auf den Rücken legte und beschwichtigte. Er war dabei gar nicht grob gewesen, das muss ich schon sagen, aber ich dachte nur immer dran wie schön man das auch positiv, z.B. mit dem Klicker, aufbauen kann und fand die Szene einfach nur sehr traurig.

Ansonsten beschäftigten wir und den Tag über mit Suchen und einfachen Markierungen mit Fußarbeit und extra-Steadinessübungen für den Toller (unvermittelt und ohne Vorwarnung ein Dummy direkt am Kopf vorbei nach hinten werfen, woraufhin sich Elmo aber nur in seiner Sitzposition verdrehte und hinterherschaute *stolz*).
Hier muss ich aber wirklich sagen, dass Freddy Ringwald sehr viel Wert darauf legte, dass die Hunde Spaß dabei hatten und er hat wirklich eine gute Beobachtungsgabe, erklärte jedem die Stärken und die Schwächen seines Hundes und auf was wir beim Training besonders achten sollten. Zu mir sagte er, ich muss sehr auf meine Körpersprache achten und sehr klare Kommandos geben, weil jede Verunsicherung meinen Hund wieder zum Fiepen animieren würde. Ich denke, da ist viel wahres dran. Ansonsten war er recht angetan von Elmos Arbeitspower und kürte ihn ganz knapp zum 2. bei der Wahl zum Hund des Tages.

Es ist immer noch ein weiter Weg. Aber ‚Toller des Tages‘ waren wir auf jeden Fall